Frauen erkranken etwas seltener an Leukämie als Männer
Die 52-jährige Gleitschirm-Fluglehrerin Hanne E.* hatte Leukämie. Eine atypische chronisch-lymphatische Leukämie, die man abgekürzt CLL nennt. Um ihrem Körper zu helfen, diese Krankheit zu überwinden, wählte sie einen ungewöhnlichen Weg: Sie setzte ausschließlich auf die Fünf-Elemente-Küche des Ernährungsexperten Jörg Krebber – mit Erfolg.
Frau E., Sie litten an einer chronisch-lymphatischen Leukämie. Wann wurde das festgestellt?
Dieses CLL, wie man das auch nennt, wurde mir im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung diagnostiziert, die ich machen ließ, weil ich immer wieder Schwindelanfälle hatte. Das war im Frühling 2008.
Was haben Sie aufgrund der Diagnose unternommen?
Ich habe sofort den Ernährungsexperten Jörg Krebber angerufen, um mich nach seiner Meinung zu erkundigen. Von einer sehr guten Bekannten wusste ich, dass er eine ganze Reihe von Krebspatienten sehr erfolgreich berät. Und so habe ich mich mit ihm getroffen, um mir erklären zu lassen, was ich noch essen darf und was nicht.
Keinen Zucker,
keinen Kaffee
und keine tierischen Produkte mehr
Wie kam es, dass Sie ausschließlich einen Ernährungsexperten um Rat baten und keine medizinische Therapie bevorzugten?
Das kann ich gar nicht so genau begründen, es war eine Art Intuition. Von meiner Bekannten wusste ich, dass Herr Krebber in München regelmäßig Krebspatienten bekocht und dass es denen mit diesem Essen um ein Vielfaches besser geht. Mir kam überhaupt nichts anderes in den Sinn, als das auch zu probieren. Und als er zufällig in meinen Wohnort zu einem Vortrag kam, habe ich die Gelegenheit für ein persönliches Gespräch genutzt.
Was durften Sie seiner Meinung nach nicht mehr essen?
Keinen Kaffee mehr, keinen Alkohol, keinen Zucker, keine tierischen Fette, keine Milchprodukte, also alles Tierische weg.
Und was war die Alternative?
Zum Süßen der Speisen nur noch Hatomugi-Malz, das ist jetzt leider nicht mehr erhältlich. Oder Reissirup. Weiterhin durfte ich essen: Eintopf mit Hatomugi, Azukibohnen, Kombu, viel Gemüse, z. B. Wirsing, Grünkohl, Pastinaken, Karotten , Meerrettich frisch reinreiben. Als Öl durfte ich verwenden: Arganöl, Hanföl, Leinöl, Sesamöl. Zum Würzen sollte ich viel Kurkuma nehmen, Ume Paste, Lotuswurzelpulver, und daraus auch einen Tee machen. Bitterstoffe waren wichtig, die sollte ich in Form von Kapseln oder einer Tinktur zu mir nehmen. Weiterhin sollte ich jeden Tag zwei Noriblätter essen und Löwenzahnblättersalat. Wichtig war darüber hinaus übrigens auch, dass ich Bauchatmung praktiziere.
Was haben Sie aufgrund dieser Empfehlungen gemacht?
Ich habe mich vier Monate sehr konsequent nach diesen Richtlinien ernährt. Zunächst hatte ich auch sehr abgenommen, obwohl ich ohnehin schon sportlich schlank war. Doch ich habe nichts mehr gegessen, was nicht auf diesem Speiseplan stand. Ich habe auch versucht, diese Kochkünste umzusetzen, was am Anfang eine Katastrophe war. Und dann war es so, dass ich immer wieder zur Untersuchung musste. Irgendwann haben sie die Diagnose revidiert und gesagt, ich hätte kein CLL mehr.
Nach sechs Monaten
Ernährungsumstellung
war die Leukämie
nicht mehr feststellbar
Was heißt irgendwann? Wann war das genau?
Nach sechs Monaten konsequenter Ernährungsumstellung. Interessant war auch, dass es mir bereits nach drei Wochen besser ging: Ich hatte keine Schwindelanfälle mehr, meine Augen wurden viel besser, für viele Dinge habe ich die Brille nicht mehr gebraucht. Ich bin nicht mehr so müde gewesen wie zuvor. Insgesamt fühlte ich mich viel besser. Und ich war auch geistig viel aufnahmefähiger
Wie geht es Ihnen heute?
Also ich muss sagen, ich bin nicht mehr ganz so konsequent, weil ich ja wieder „gesund“ bin, doch ich merke gerade, dass mir bestimmte Lebensmittel einfach nicht gut tun.
Haben die Ärzte irgendeinen Grund genannt, warum Ihre Blutwerte jetzt wieder normal sind?
Nein, sie haben nur gesagt: „Oh, wir müssen unsere Diagnose revidieren. Sie haben kein CLL, aber Hashimoto.“
Hashimoto ist eine Schilddrüsenerkrankung. Welche Therapie wurde Ihnen empfohlen?
Die Ärzte wollen, dass ich Hormone nehme. Davon wird mir aber immer sofort schlecht. Ich diskutiere jedes mal mit der Ärztin, weil sie mich fragt, ob ich meine Schilddrüse denn mal wieder habe untersuchen lassen. Und dann sage ich immer: „Nein, habe ich nicht. Mir geht es gut, ich mache Sport, ich kann alles machen, mir geht es blendend. Wenn ich diese Tabletten nehme, geht es mir schlecht. Warum sollte ich das tun?“ Mittlerweile kenne ich eine Ärztin, die sehr aufgeschlossen ist und sagt: „Wenn Ihr Körper das nicht verträgt, dann nehmen Sie es nicht.“
„Ich hatte keine andere Wahl,
außer Medikamenten
und vielleicht Chemotherapie.“
Hatten Sie im Vorfeld Ihrer Leukämieerkrankung viel Stress oder ein traumatisches Erlebnis?
Nein, ich hatte nicht mehr Stress als sonst auch. Also Stress habe ich immer, doch das ist auch oft positiver Stress. Gut, wenn ich arbeitete, habe ich immer fünf Sachen auf einmal gemacht, inzwischen mache ich nur noch drei auf einmal. Doch ich glaube, dass im gesamten System ein Defizit war, was zu dieser Diagnose führte, und das konnte sich jetzt ausgleichen. Ich glaube, diese Ernährung hat meinen Körper auch entspannt, die hat ihm unglaublich gut getan, so habe ich das gespürt. Also mir geht es wirklich viel besser.
Und jetzt dürfen Sie wieder alles essen?
Jörg Krebber empfiehlt natürlich weiterhin keine tierischen Produkte zu essen, also kein Fleisch, keine tierischen Fette und keine Milchprodukte und keine Eier. Also da muss ich drauf achten. Ich muss auch gestehen, dass ich dieses normale Essen nicht mehr mag. Doch ich kann auch nicht immer die Krebber Küche kochen, das geht auch nicht. Ich bin Vegetarier seit ich denken kann. Zwischendurch habe ich immer mal wieder Fleisch probiert, doch das ist nicht meine Welt, da geht es mir immer schlecht. Ich denke, dass die Ernährung früher viel zu einseitig war. Jetzt ist sie natürlich viel umfangreicher mit dem vielen Gemüse, den Getreidesorten und dieser Art zu süßen.
Hatten Sie früher schon mal von der Fünf-Elemente-Küche gehört?
So direkt nicht. Doch mir ist rückblickend etwas eingefallen: Als ich vor ein paar Jahren ein paar Wochen in Nepal unterwegs war, habe ich dort auch nur wie die Einheimischen gegessen, also: Reis, frisches Gemüse, kein Fleisch, keinen Kaffee, und zu jener Zeit ging es mir ähnlich gut. Da war ich sofort topfit. Also ich habe das Gefühl, für mich passt es so.
*Name von der Redaktion geändert.
(Stand: Juni 2010)
Nähere Informationen finden Sie unter www.nahrungistmedizin.de.
Interview: Dagmar Heib
Anmerkung der Redaktion:
Auch wenn dieses Interview sehr beeindruckend ist, so bedeutet dies nicht, dass die erwähnte Behandlungsform das Nonplusultra für andere Betroffene darstellt. Wenn Sie betroffen sind, holen Sie sich bitte auf alle Fälle mehrere Meinungen von Ärzten und anderen Therapeuten ein. Bilden Sie sich ein eigenes Urteil!
Diese Internetseiten dienen dazu, Sie in Ihrer Urteilsfindung zu unterstützen. Es ist hilfreich auch über jene therapeutischen Möglichkeiten informiert zu sein, die im Allgemeinen nicht von den Krankenkassen empfohlen werden, doch sehr wirksam sein können.
Das Buch zum Portal
Dies ist die Kurzfassung eines längeren Gesprächs mit den Betroffenen. Was diese Menschen erlebt haben, ist nicht nur sehr schmerzvoll - auch in psychischer Hinsicht - sondern stellt unser Gesundheitssystem in Frage. Darüberhinaus machen diese Berichte deutlich, dass sich jeder selbst über mögliche Therapieformen informieren sollte. Und oft ist es nötig bzw. hilfreich über Rücklagen zu verfügen, um alternative Therapien vorfinanzieren oder selbst bezahlen zu können, falls die Kasse nicht zahlt..
Die ausführlichen Gespräche werden in einem Buch nachzulesen sein. Wenn Sie sich in unseren Newsletter eintragen, erhalten Sie automatisch Kenntnis vom Erscheinungstermin.


