Brustkrebs geheilt

Hätte Ruth L. früher von der hilfreichen Krebstherapie erfahren, wäre ihre Brust erhalten geblieben


Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jährlich gibt es in Deutschland 57.000 Betroffene

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jährlich gibt es in Deutschland 57.000 Betroffene

Nachdem der Brustkrebs unter der üblichen Chemotherapie zurückkehrte, wurde der 47-jährigen Lehrerin Ruth L.* eine sanftere Form der Chemotherapie empfohlen. Durch die sogenannte Regionale Chemotherapie gesundete sie und konnte endlich in ihren Beruf zurückkehren. Hätte sie früher von dieser Möglichkeit erfahren, wäre ihre Brust mit großer Wahrscheinlichkeit erhalten geblieben.

Im Dezember 2006 wurde bei Ihnen Brustkrebs festgestellt. Nach mehreren Rückfällen und Komplikationen geht es Ihnen heute gut?

Ja, es geht mir recht gut, und von dem Brustkrebs ist laut MRT (Red.: Magnetresonanztomographie) nichts mehr zu sehen.

Wie wurden Sie nach der Erstdiagnose therapiert?

Ich bekam die übliche systemische Chemotherapie. Dadurch ist der Tumor kleiner geworden und konnte brusterhaltend herausoperiert werden.

Schlossen sich Bestrahlungen an?

Ja, ich erhielt Bestrahlungen, damit sich kein neuer Tumor entwickelt. Und im Oktober 2007 wurde mir ein Antikörpermedikament verordnet, das ich circa ein Jahr eingenommen habe.

Warum war das nötig?

Man hat festgestellt, dass mein Tumor nicht hormonabhängig war. Ich war sozusagen „H2-Plus-überexpremiert“. Das bedeutet: Meine Tumorzellen hatten Rezeptoren. Und das nutzt man, denn an diesen Rezeptoren kann ein Antikörper „andocken“ und die Tumorzellen zerstören.

Das Mittel haben Sie genommen und es ging Ihnen gut damit?

Ja, ich hatte ein Jahr Ruhe. Zum Ende der Therapie wurde jedoch wieder ein bösartiger Tumor in der gleichen Brust festgestellt.

Wann bekamen Sie diese Diagnose?

Im Oktober 2008.

Wurden Sie nochmals auf die gleiche Art behandelt?

Dieses Mal wurde sofort operiert. Der Pathologe hatte festgestellt, dass der Tumor wieder bösartig ist. Man hat die Brust abnehmen müssen. Anschließend bekam ich eine Chemotherapie in Tablettenform. Die hat jedoch nicht richtig angeschlagen. Daher hat man mich mit einer anderen Chemotherapie – intravenös und mit einem Antikörpermedikament – behandelt.

Hatte diese Therapie die gewünschte Wirkung?

Nein, ich hatte das zweite Medikament fünf Monate genommen bis September 2009. Da stellte man unter der Achsel einen Knoten fest, der operativ entfernt wurde.

War dieser Tumor auch bösartig?

Ja, und so haben meine Ärzte in Berlin und ich entschieden, die Chemo sofort abzubrechen. Kurz darauf hatte mir mein Onkologe in Berlin von Professor Aigner erzählt.

Gab es einen persönlichen Kontakt zwischen den beiden?

Mein Onkologe hatte etwas von Professor Aigner gehört und mir das dann erzählt. Er rief in Burghausen an und schilderte der Frau Dr. Gailhofer meinen Fall. Sie meinte, dass die Regionale Chemotherapie mir sicher helfen würde.

Sie sind also nach Burghausen in die Medias Klinik gefahren. Was hat man Ihnen dort gesagt?

Ab Oktober 2009 war ich dort in Behandlung. Professor Aigner hat sich meine Befunde angesehen und gemeint: „Das kriegen wir wieder hin.“

Wie viele Behandlungen hatten Sie mittlerweile? Vier.

Was hat sich nach der ersten Behandlung gezeigt?

Ich hatte auf der rechten Brustwand so eine Art Panzer. Verhärtetes Gewebe, man nennt das „Thoraxwandrezidiv“. Dies hat sich durch die Behandlung sehr normalisiert.

Welche Entwicklungen konnte man noch verzeichnen?

Mein rechter Arm war wieder etwas beweglicher. Dadurch, dass rechts das ganze Lymphgewebe mit Krebszellen befallen war und auch operativ entfernt werden musste, war ich vorher bewegungstechnisch stark eingeschränkt gewesen.

Wie waren die Fortschritte nach der zweiten und dritten Behandlung?

Es wurde sukzessive besser. Nach der dritten Regionalen Chemotherapie wurde auch ein Computertomogramm (CT) gemacht und man sagte mir, es wäre momentan kein Tumor feststellbar.

Also war kein Brustkrebs mehr zu diagnostizieren und dieses Thoraxwandrezidiv auch nicht mehr?

Genau.


*Name von der Redaktion geändert.

(Stand: Januar 2010)

Mehr Informationen über die Behandlung mit der Regionalen Chemotherapie

www.medias-klinikum.com

Interview: Dagmar Heib

Anmerkung der Redaktion:

Auch wenn dieses Interview sehr beeindruckend ist, so bedeutet dies nicht, dass die erwähnte Behandlungsform das Nonplusultra für andere Betroffene darstellt. Wenn Sie betroffen sind, holen Sie sich bitte auf alle Fälle mehrere Meinungen von Ärzten und anderen Therapeuten ein. Bilden Sie sich ein eigenes Urteil!

Diese Internetseiten dienen dazu, Sie in Ihrer Urteilsfindung zu unterstützen. Es ist hilfreich auch über jene therapeutischen Möglichkeiten informiert zu sein, die im Allgemeinen nicht von den Krankenkassen empfohlen werden, doch sehr wirksam sein können.

Das Buch zum Portal

Dies ist die Kurzfassung eines längeren Gesprächs mit den Betroffenen. Was diese Menschen erlebt haben, ist nicht nur sehr schmerzvoll - auch in psychischer Hinsicht - sondern stellt unser Gesundheitssystem in Frage. Darüberhinaus machen diese Berichte deutlich, dass sich jeder selbst über mögliche Therapieformen informieren sollte. Und oft ist es nötig bzw. hilfreich über Rücklagen zu verfügen, um alternative Therapien vorfinanzieren oder selbst bezahlen zu können, falls die Kasse nicht zahlt..

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Übersicht

Regionale Chemotherapie (RCT)

Das Prinzip der Regionalen Chemotherapie ist bereits seit den 50er Jahren bekannt. O.Creech und E. Krementz führten 1957 in New Orleans (USA) die erste sogenannte „isolierte Perfusion“ bei einem mit Melanommetastasen befallenen Bein durch. Der Patient überlebte 14 Jahre. Diese Methode der „isolierten Extremitätenperfusion“ bei bösartigen Geschwülsten an Haut, Schleimhäuten und Bindegewebe hat sich seitdem weltweit etabliert. „Perfusion“ bedeutet, das behandelte Gebiet wird vom Kreislauf des Patienten abgekoppelt und von einem externen Pumpensystem kontinuierlich durchspült.

1981 gelang es Prof. Karl R. Aigner erstmals, das Konzept dieser regionalen und hochdosierten Chemotherapie auch auf andere Körperbereiche zu übertragen. So ist es heute möglich auch Leberkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Brustkrebs und viele andere Krebsarten mit dieser Methode zu behandeln. Durch die anschließende Entgiftung (Chemofiltration) werden Nebenwirkungen sehr abgeschwächt, häufig völlig verhindert. Das Ergebnis für den Patienten: Er fühlt sich nach der Operation meist sehr gut, kann seine Lieblingsspeisen essen und relativ schnell wieder in sein normales Leben zurückkehren. Die Regionale Chemotherapie hat also nicht die Nebenwirkungen, die von der üblichen (systemischen) Chemotherapie bekannt sind.

www.medias-klinikum.com

Vergleiche auch:
link 1

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