„Meinem Vater wurde das Leben gerettet“

Mit Hilfe der Regionalen Chemotherapie überlebte ein 66-jähriger seinen Lungenkrebs


Lungenkrebs im hohen Alter muss keine aussichtlose Situation bedeuten. Es lohnt sich, sich über alle verfügbaren Therapien zu informieren

Lungenkrebs im hohen Alter muss keine aussichtlose Situation bedeuten. Es lohnt sich, sich über alle verfügbaren Therapien zu informieren

Nachdem die Chemo und die Strahlentherapie nicht viel bewirkten, wurde der 66-jährige Jochen Weber* zum Sterben nach Hause geschickt. Durch einen Zeitungsartikel wurde sein Sohn auf eine Methode aufmerksam, durch die sein Vater seit nunmehr zehn Jahren krebsfrei ist.

Herr Weber, Ihr Vater hatte 1997 Lungenmetastasen. Wie hat man den Krebs festgestellt?

Er hatte 1995 eine Stelle am Bein bemerkt, die immer dicker wurde. Das hat er einem Hautarzt gezeigt und der diagnostizierte Weichteilkrebs. Dieser Krebs hat zwei Jahre später in die Lunge gestreut.

Hatte Ihr Vater jemals geraucht?

Ja, früher.

Wann war das?

Ich würde sagen, ca. fünf Jahre bevor er die Lungenmetastasen bekam, hat er damit aufgehört.

Wie wurde der Lungenkrebs Ihres Vaters behandelt?

Zunächst wurde bei einer Operation dreiviertel der rechten Lunge entfernt. Wegen des restlichen Krebsbefalls bekam er Chemotherapie, die jedoch nicht viel bewirkt hat. Daraufhin hat er eine Strahlentherapie bekommen. Doch er war trotzdem nicht krebsfrei. Und er war in einem sehr schlechten Zustand damals.

Was haben die Ärzte dazu gesagt?

Sie haben aufgegeben, weil die maximale Dosis an Strahlentherapie erreicht war. Und sie meinten, jetzt kann man nichts mehr machen. Ein Arzt war der Ansicht, mein Vater hätte noch 14 Tage zu leben, höchstens ein halbes Jahr. Das war im September 1999.

Was hat das mit Ihrem Vater und Ihnen gemacht?

Mein Vater nahm damals starke Medikamente. Zusammen mit dem schlechten Allgemeinzustand hat er das zu diesem Zeitpunkt nicht richtig realisiert. Wir Angehörigen waren natürlich psychisch fertig.

Doch Sie haben nicht aufgegeben …

Durch einen glücklichen Zufall – ein Bericht in einer Tageszeitung – haben wir von der Regionalen Chemotherapie und Professor Aigner erfahren. Nach einer ersten Kontaktaufnahme bekam mein Vater die Möglichkeit, die erste Therapie, damals in der Klinik in Wiesbaden, zu beginnen.

Mit welcher Perspektive?

Also garantieren konnte man uns auch nichts, doch da das ein sehr schnell wachsender Krebs ist, bestanden gute Chancen, dass die Regionale Chemotherapie gut anschlägt. Der Professor meinte, dass er das Leben meines Vaters verlängern kann. Das ist jetzt 10 Jahre her …

Seit 10 Jahren
krebsfrei.

Welches Ergebnis brachte die Behandlung genau?

Das Ergebnis, dass mein Vater seitdem krebsfrei ist.

Ihr Vater ist jetzt 78 Jahre, wie geht es ihm?

Sehr gut. Er hatte jetzt zwar eine Hüftoperation, die ihm etwas zugesetzt hat. Doch Krebs hatte er seitdem nicht mehr. Er geht alle sechs Monate zum CT (Red.: Computertomographie), und beim letzten CT wurde gar nichts festgestellt, das war im Juni 2009.

Wie geht es Ihnen jetzt, wo Sie diese Geschichte noch einmal erzählen?

Professor Aigner hat meinem Vater das Leben gerettet! Und ich verstehe nicht, dass diese Methode nicht von allen Medizinern anerkannt wird und von den gesetzlichen Krankenkassen nicht stets bezahlt wird. Aber für die Kasse wäre mein Vater wohl der bessere Patient gewesen, wenn er vor zwölf Jahren gestorben wäre.


*Name von der Redaktion geändert.

(Stand: Dezember 2009)

Mehr Informationen über die Behandlung mit der Regionalen Chemotherapie

www.medias-klinikum.com

Interview: Dagmar Heib

Anmerkung der Redaktion:

Auch wenn dieses Interview sehr beeindruckend ist, so bedeutet dies nicht, dass die erwähnte Behandlungsform das Nonplusultra für andere Betroffene darstellt. Wenn Sie betroffen sind, holen Sie sich bitte auf alle Fälle mehrere Meinungen von Ärzten und anderen Therapeuten ein. Bilden Sie sich ein eigenes Urteil!

Diese Internetseiten dienen dazu, Sie in Ihrer Urteilsfindung zu unterstützen. Es ist hilfreich auch über jene therapeutischen Möglichkeiten informiert zu sein, die im Allgemeinen nicht von den Krankenkassen empfohlen werden, doch sehr wirksam sein können.

Das Buch zum Portal

Dies ist die Kurzfassung eines längeren Gesprächs mit den Betroffenen. Was diese Menschen erlebt haben, ist nicht nur sehr schmerzvoll - auch in psychischer Hinsicht - sondern stellt unser Gesundheitssystem in Frage. Darüberhinaus machen diese Berichte deutlich, dass sich jeder selbst über mögliche Therapieformen informieren sollte. Und oft ist es nötig bzw. hilfreich über Rücklagen zu verfügen, um alternative Therapien vorfinanzieren oder selbst bezahlen zu können, falls die Kasse nicht zahlt..

Die ausführlichen Gespräche werden in einem Buch nachzulesen sein. Wenn Sie sich in unseren Newsletter eintragen, erhalten Sie automatisch Kenntnis vom Erscheinungstermin.

Übersicht

Regionale Chemotherapie (RCT)

Das Prinzip der Regionalen Chemotherapie ist bereits seit den 50er Jahren bekannt. O.Creech und E. Krementz führten 1957 in New Orleans (USA) die erste sogenannte „isolierte Perfusion“ bei einem mit Melanommetastasen befallenen Bein durch. Der Patient überlebte 14 Jahre. Diese Methode der „isolierten Extremitätenperfusion“ bei bösartigen Geschwülsten an Haut, Schleimhäuten und Bindegewebe hat sich seitdem weltweit etabliert. „Perfusion“ bedeutet, das behandelte Gebiet wird vom Kreislauf des Patienten abgekoppelt und von einem externen Pumpensystem kontinuierlich durchspült.

1981 gelang es Prof. Karl R. Aigner erstmals, das Konzept dieser regionalen und hochdosierten Chemotherapie auch auf andere Körperbereiche zu übertragen. So ist es heute möglich auch Leberkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Brustkrebs und viele andere Krebsarten mit dieser Methode zu behandeln. Durch die anschließende Entgiftung (Chemofiltration) werden Nebenwirkungen sehr abgeschwächt, häufig völlig verhindert. Das Ergebnis für den Patienten: Er fühlt sich nach der Operation meist sehr gut, kann seine Lieblingsspeisen essen und relativ schnell wieder in sein normales Leben zurückkehren. Die Regionale Chemotherapie hat also nicht die Nebenwirkungen, die von der üblichen (systemischen) Chemotherapie bekannt sind.

www.medias-klinikum.com

Vergleiche auch:
link 1

link2

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