Tumor schrumpfte von 16 auf 4 cm

Durch die Regionale Chemotherapie hatte Carmen J. doch noch eine Lebensperspektive


Welche Frau hat nicht Angst vor Brustkrebs? Wenn die geeigneten Therapien bekannter wären, könnten sich Kranke ihre Kraft für die Genesung bewahren

Welche Frau hat nicht Angst vor Brustkrebs? Wenn die geeigneten Therapien bekannter wären, könnten sich Kranke ihre Kraft für die Genesung bewahren

Die systemische Chemotherapie brachte bei der 50-jährigen Carmen J. nicht das erwünschte Ergebnis: Ihr Tumor in der Brust wuchs, anstatt zu schrumpfen. Durch eine Fernsehsendung erfuhr Carmen J. von einem onkologischen Chirurg, der mit der sogenannten Regionalen Chemotherapie erstaunliche Erfolge hat. Ihr Mann und ihre Kinder drängten die Mutter Professor Aigner umgehend zu konsultieren.
Das war ihr Glück. Unter der Behandlung schrumpfte der Tumor von 16 auf 4 cm und konnte herausoperiert werden.

Frau J., bei Ihrer Mutter wurde Ende 2008 Brustkrebs diagnostiziert. Hatte sie selbst festgestellt, dass etwas nicht stimmt?

Nein, die Frauenärztin hat das festgestellt im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung. Es war ein inflammatorischer Tumor.

Was heißt das?

Die Brustwarze hatte sich ein bisschen nach innen gezogen, das Hautbild war verändert und der Tumor war kein deutlich fühlbarer Knoten, sondern das Gewebe war so schlieren artig durchzogen. An der Ultraschalluntersuchung hat sich der Verdacht der Ärztin dann erhärtet, und an der Mammographie war es noch deutlicher sichtbar.

Was haben die Ärzte Ihrer Mutter empfohlen?

In der Klinik haben sie empfohlen, dass sie zunächst einmal eine Chemotherapie macht, denn der Tumor war bereits so gross, dass er noch nicht herausoperiert werden konnte.

Während der Chemo
wuchs der Tumor

Wie viele Chemotherapien wurden angesetzt?

Insgesamt 12, je drei Blöcke à vier Chemos, jeweils verschiedene Zusammensetzungen. Und die ersten acht Chemos haben auch eine geringe Verbesserung gezeigt. Das Hautbild ist etwas besser und der Tumor ist etwas weicher geworden. Doch nach der achten Chemo merkte meine Mutter, dass da wieder so ein Ziehen war und dass der Tumor härter wurde.

Was haben Sie daraufhin gemacht?

Wir haben uns darauf verlassen, was der Arzt sagt und haben weitergemacht. Doch der Tumor wurde immer größer, der war dann wie so ein Straußenei und hatte einen Durchmesser von 16 cm. Wir haben ein Gespräch mit dem Chefarzt verlangt, und der meinte: „Ja, das haben Sie sich wirklich nicht eingebildet.“

Was hat er für eine Maßnahme vorgeschlagen?

Er wollte dann operieren. Doch wir haben gesagt, wir gucken jetzt erstmal – und sind zur Frauenärztin gegangen. Die sagte auch, eine Operation in dem Stadium ist schwierig, weil man nicht genug Haut für nachher zum Decken hätte. Denn der Tumor ist schon wieder viel zu gross.

Und dann haben Sie eine Alternative gefunden?

Ja, meine Mutter saß zu Hause vor dem Fernseher und hat sich von den Nebenwirkungen erholt und zufällig eine Sendung geschaut, in der eine Brustkrebspatientin erzählte, dass Professor Aigner sie erfolgreich behandelt hat. Das hat sie uns dann erzählt. Mein Vater drängte dann, dass wir sofort dort vorstellig werden. So hat meine Mutter im Juni 2009 gleich eine Regionale Chemotherapie bekommen.

Die Frauenärztin
war begeistert

Wie war das Ergebnis?

Die hat eine Wirkung gezeigt, wie sie die normale systemische Chemotherapie nie ergeben hat. Der Tumor ist von 16 cm auf 5 cm geschrumpft. Er ist dann sogar noch weiter geschrumpft auf 4 cm durch die Behandlungen und da hat selbst die Frauenärztin gesagt, das wäre ja unglaublich. Sie kannte den ganzen Krankheitsverlauf, hat den Fortschritt gesehen, der durch die Regionale Chemotherapie gemacht wurde, und meinte: „Wirklich Klasse.“

Und im Januar wird der Tumor rausgenommen?

Ja, genau. Und dann wird noch eine Nachbehandlung gemacht, damit an Ort und Stelle nichts nachkommt. Dazu wird die Regionale Chemotherapie nochmals in einer anderen Zusammensetzung gegeben. Und dann hoffen wir, dass wir das Thema abschließen können.

Wie geht es Ihrer Mutter jetzt?

Es geht ihr gut. Sie ist auch froh, wenn das alles jetzt mal vorbei ist, das Ding raus ist und sie dann wieder nach vorne gucken kann.

Fühlt sie sich krank? Sie macht ja einen sehr vitalen Eindruck.

Es gibt natürlich Momente, in denen sie sagt: „Ich habe jetzt keine Lust mehr, das geht schon ein Jahr so. Ich kann einfach nicht mehr.“ Doch dafür hat sie uns ja. Wir bauen sie wieder auf und sind die, die ihr immer wieder sagen, dass es sich lohnt und wofür es sich lohnt. Doch im Großen und Ganzen kämpft sie auch. Sie ist eine starke Frau, das ist keine Frage!

(Stand: Dezember 2009)

Mehr Informationen über die Behandlung mit der Regionalen Chemotherapie

www.medias-klinikum.com

Interview: Dagmar Heib

Anmerkung der Redaktion:

Auch wenn dieses Interview sehr beeindruckend ist, so bedeutet dies nicht, dass die erwähnte Behandlungsform das Nonplusultra für andere Betroffene darstellt. Wenn Sie betroffen sind, holen Sie sich bitte auf alle Fälle mehrere Meinungen von Ärzten und anderen Therapeuten ein. Bilden Sie sich ein eigenes Urteil!

Diese Internetseiten dienen dazu, Sie in Ihrer Urteilsfindung zu unterstützen. Es ist hilfreich auch über jene therapeutischen Möglichkeiten informiert zu sein, die im Allgemeinen nicht von den Krankenkassen empfohlen werden, doch sehr wirksam sein können.

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Dies ist die Kurzfassung eines längeren Gesprächs mit den Betroffenen. Was diese Menschen erlebt haben, ist nicht nur sehr schmerzvoll - auch in psychischer Hinsicht - sondern stellt unser Gesundheitssystem in Frage. Darüberhinaus machen diese Berichte deutlich, dass sich jeder selbst über mögliche Therapieformen informieren sollte. Und oft ist es nötig bzw. hilfreich über Rücklagen zu verfügen, um alternative Therapien vorfinanzieren oder selbst bezahlen zu können, falls die Kasse nicht zahlt..

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Das Prinzip der Regionalen Chemotherapie ist bereits seit den 50er Jahren bekannt. O.Creech und E. Krementz führten 1957 in New Orleans (USA) die erste sogenannte „isolierte Perfusion“ bei einem mit Melanommetastasen befallenen Bein durch. Der Patient überlebte 14 Jahre. Diese Methode der „isolierten Extremitätenperfusion“ bei bösartigen Geschwülsten an Haut, Schleimhäuten und Bindegewebe hat sich seitdem weltweit etabliert. „Perfusion“ bedeutet, das behandelte Gebiet wird vom Kreislauf des Patienten abgekoppelt und von einem externen Pumpensystem kontinuierlich durchspült.

1981 gelang es Prof. Karl R. Aigner erstmals, das Konzept dieser regionalen und hochdosierten Chemotherapie auch auf andere Körperbereiche zu übertragen. So ist es heute möglich auch Leberkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Brustkrebs und viele andere Krebsarten mit dieser Methode zu behandeln. Durch die anschließende Entgiftung (Chemofiltration) werden Nebenwirkungen sehr abgeschwächt, häufig völlig verhindert. Das Ergebnis für den Patienten: Er fühlt sich nach der Operation meist sehr gut, kann seine Lieblingsspeisen essen und relativ schnell wieder in sein normales Leben zurückkehren. Die Regionale Chemotherapie hat also nicht die Nebenwirkungen, die von der üblichen (systemischen) Chemotherapie bekannt sind.

www.medias-klinikum.com

Vergleiche auch:
link 1

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