Zwölf Jahre schwere Grippe

Als Jugendlicher litt Josef W. an einem ständigen Grippegefühl mit schwersten Symptomen. An die 50 Ärzte konsultierte er in den folgenden Jahren. Eine wesentliche Linderung war nicht erreichbar. Erst ein Heilpraktiker brachte die ersehnte Wende.


Ein Erwachsener erkrankt in der Regel zwei bis drei Mal jährlich an einer Erkältungsinfektion

Ein Erwachsener erkrankt in der Regel zwei bis drei Mal jährlich an einer Erkältungsinfektion

Wie krank sich der damals 13-jährige Josef wirklich fühlte, das hat er jahrelang verschwiegen. Zu groß war die Angst, als dumm und eingebildeter Kranker dazustehen. Die Beschwerden, die er seit einer Grippe nie mehr los wurde, konnten die Ärzte weder verstehen, noch heilen. Wohl an die 50 Therapeuten hat Josef in zwölf Jahren aufgesucht. Dann gelangte er zu einem Heilpraktiker, mit dessen Hilfe es ihm erstmals besser ging.

Josef, welche Symptome hatten Sie genau?

Ich hatte eine permanente Schleimbildung im Hals. Der Schleim war so zäh, bei dem Versuch ihn auszuspucken, blieb er wie an einem Faden hängen. Auch in der Nase hatte ich starken Schleim, sodass ich mir ständig die Nase putzen musste. Das führte dazu, dass die Nasenflügel bald entzündet waren. Jedes Naseputzen war eine Qual. Den zähen Schleim im Hals musste ich alle zehn Minuten ausspucken. Damit die Lehrer und Mitschüler das nicht so merkten, bin ich während der Unterrichtsstunde ständig zum Waschbecken gegangen und tat so, als würde ich Wasser trinken. Zu alldem kam hinzu, dass ich jeden Tag stark schwitzte, und zwar rund um die Uhr. Doch das Schlimmste war ein ununterbrochenes Ziehen durch meinen gesamten Körper und dieses starke Pochen im Kopf.

Haben Sie vom Schulunterricht überhaupt etwas mitbekommen?

Nein, ich konnte mich nicht konzentrieren. Es war mir unmöglich, dem Unterricht zu folgen. Und ein Buch zu lesen war eine Katastrophe. Ich begann eine Seite zu lesen und am Ende der Seite wusste ich nicht mehr, worum es gegangen war.

“Meinen Wunsch, eine höher bildende Schule zu
absolvieren, musste ich aufgeben.”

Wie haben Sie die Schulzeit überstanden?

Das frage ich mich heute auch. Ich bin zu vielen Ärzten gegangen und immer hatte ich die Hoffnung, der nächste, der wird es hinbekommen.

Was haben diese Beeinträchtigungen mit Ihrer beruflichen Laufbahn gemacht?

Ich habe verfrüht die Schule verlassen und war gezwungen, einen Lehrberuf zu ergreifen. Meinen Wunsch, eine höher bildende Schule zu absolvieren, musste ich aufgeben.

Wie alt sind Sie jetzt?

Ich bin 33 Jahre.

Also dann haben Sie dieses Grippegefühl und die Kopf- und Gliederschmerzen seit 20 Jahren?

Richtig. Zwölf Jahre lang war es extrem, da bin ich von Arzt zu Arzt gegangen. Die haben jedoch nie wirklich eine Ursache gefunden. Sie haben mir Medikamente gegeben und verschiedenste Untersuchungen wie Ultraschall gemacht, doch es ist nie wirklich etwas besser geworden. Ich habe mich die ganzen zwölf Jahre gefühlt, als wenn ich Fieber hätte und extrem grippekrank wäre.

Warum waren Ihre Beschwerden nach zwölf Jahren besser?

Ich hatte 2001 die erste Behandlung bei dem Heilpraktiker Ralf Drevermann.

Wie wurden Sie behandelt?

Er legt mir die Hände auf.

Haben Sie etwas gespürt?

Wenn er die Hände auflegt, merke ich ein Ziehen und spüre, wo die Probleme in meinem Körper sind. Da tut sich etwas.

Sie sind seit acht Jahren dort in Behandlung?

Nicht ganz kontinuierlich, aber so in etwa.

Wie war das Ergebnis nach den Behandlungen genau?

Nach der zweiten Behandlungswoche empfand ich einen Unterschied wie zwischen Tag und Nacht. Das Schwitzen hatte aufgehört, das Pochen im Kopf war nicht mehr da. Das war wie eine Wandlung. Die Beschwerden sind nicht ganz weggegangen, den normalen Schnupfen spüre ich immer noch, doch es fühlt sich nicht mehr so an, als hätte ich einen schweren Kopf, sondern so, dass man sagen kann, o.k., ich habe jetzt einen leichten Schnupfen.

Was waren Sie für ein Mensch, bevor Sie diese Krankheit erfasst hat?

Ganz anders. Da gab es keinen Tag, an dem ich nicht gut aufgelegt gewesen war. Ich hatte sehr viel Sport gemacht. Schon zu Schulzeiten war ich stark in Leichtathletik und habe auch Preise gewonnen. Mit Eintreten der Krankheit war es mit dem Sport dann vorbei.

Können Sie irgendeinen körperlichen oder seelischen Auslöser für Ihre Krankheit erkennen?

In dem Zeitraum war nichts, ich habe auch keine Impfungen bekommen. Es war nur diese eine Grippeerkrankung.

Hatten Sie kurz vorher eine Lebenskrise oder irgendein traumatisches Erlebnis?

Nein.

Warum hatten Sie Ihre Grippe als junger Mann verheimlicht?

Es war so; ich bin normal zur Schule gegangen und nachmittags bin ich von Arzt zu Arzt gewandert wegen der Beschwerden. Mit der Zeit hat man mich allerdings so hingestellt, als würde ich mir das nur einbilden. Als ich das merkte, habe ich mir gesagt, „o.k., wenn das so ist, dann unterdrücke ich das.“ Das war vielleicht ein Fehler, doch ich wusste mir nicht anders zu helfen.

“Man hat mich so hingestellt,
als würde ich mir das alles nur einbilden.”

Sie hatten Angst, noch mehr Nachteile zu bekommen, auch in psychischer Hinsicht?

Ja, genau. Also es war schon gewaltig. Es ist schlimm, wenn man irgendwo hinkommt und man merkt, wie die Leute über einen reden. Die denken wirklich, man ist dumm. Und das ist schon ein harter Schlag. Wenn man es nicht mitbekommt, ist es vielleicht nicht so schlimm. Doch wenn man davon erfährt, man aber nicht so schnell schalten kann, weil es einem ohnehin schon so dreckig geht, dann ist das etwas anderes.

Das ist so, als würde man unwürdig behandelt werden.

Ja, genau.

Und die Folge war, dass Sie alles mit sich ausgemacht haben, aus Schamgefühl?

Ja.

Ihre Mutter wusste damals aber, wie schlecht es Ihnen ging?

Nein, nicht wirklich.

Warum war das so?

Also sie hat das mit dem Schwitzen schon mitbekommen und riet mir dann, zu diesem und jenem Arzt zu gehen. Ich habe versucht, ihr das mit der Konzentration zu erklären, doch das ist irgendwie nicht angekommen. Sie äußerte sich dann auch so in der Richtung, dass ich mir das wohl einbilde.

Dann diese Beschwerden – und dann auch dieses Verheimlichen – hat Sie doppelt Kraft gekostet?

Das kann man wohl sagen.

Nun geht es Ihnen gut durch die Behandlungen. Schlagen Hausmittel wie Tees und Kräuter jetzt besser an?

Ja, auch das ist besser geworden, seit ich bei dem Heilpraktiker war. Ich muss auch sagen, ich kann Gerüche und Geschmäcker jetzt wieder viel intensiver wahrnehmen. Also das hat sich schon gewaltig verändert.

Heute führen Sie ein relativ normales Leben?

Ja, auf jeden Fall ist das Leben viel leichter. Ich spüre zwar jetzt noch etwas, habe oft kalte Füße und in der Lunge ein seltsames Gefühl, doch ist es total o.k., muss ich sagen.


*Name von der Redaktion geändert.

(Stand: November 2009)

Informationen über den Heilpraktiker finden Sie unter

www.ralfdrevermann.de

Interview: Dagmar Heib

Anmerkung der Redaktion:

Auch wenn dieses Interview sehr beeindruckend ist, so bedeutet dies nicht, dass die erwähnte Behandlungsform das Nonplusultra für andere Betroffene darstellt. Wenn Sie betroffen sind, holen Sie sich bitte auf alle Fälle mehrere Meinungen von Ärzten und anderen Therapeuten ein. Bilden Sie sich ein eigenes Urteil!

Diese Internetseiten dienen dazu, Sie in Ihrer Urteilsfindung zu unterstützen. Es ist hilfreich auch über jene therapeutischen Möglichkeiten informiert zu sein, die im Allgemeinen nicht von den Krankenkassen empfohlen werden, doch sehr wirksam sein können.

Das Buch zum Portal

Dies ist die Kurzfassung eines längeren Gesprächs mit den Betroffenen. Was diese Menschen erlebt haben, ist nicht nur sehr schmerzvoll - auch in psychischer Hinsicht - sondern stellt unser Gesundheitssystem in Frage. Darüberhinaus machen diese Berichte deutlich, dass sich jeder selbst über mögliche Therapieformen informieren sollte. Und oft ist es nötig bzw. hilfreich über Rücklagen zu verfügen, um alternative Therapien vorfinanzieren oder selbst bezahlen zu können, falls die Kasse nicht zahlt..

Die ausführlichen Gespräche werden in einem Buch nachzulesen sein. Wenn Sie sich in unseren Newsletter eintragen, erhalten Sie automatisch Kenntnis vom Erscheinungstermin.

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Erkältung oder Grippe?

Erkältung und grippaler Infekt sind alltagssprachliche, medizinisch nicht scharf definierte Bezeichnungen für eine akute Infektionskrankheit der Schleimhaut von Nase (einschließlich der Nebenhöhlen), Hals und/oder Bronchien. Die Infektion wird in erster Linie von Viren, manchmal zusätzlich auch von Bakterien verursacht. Die Erkältungsinfekte sind die häufigsten Infektionen des Menschen überhaupt, Kleinkinder sind mit bis zu 13 Mal im Jahr am häufigsten betroffen. Erwachsene erkranken durchschnittlich etwa zwei bis drei Mal im Jahr.

Häufig wird der grippale Infekt mit der deutlich schwereren echten Grippe (Influenza) verwechselt, die für immunschwache Personen, wie vor allem für Säuglinge und alte Menschen, tödlich enden kann.

Quelle: www.wikipedia.org

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Handauflegen

Das Handauflegen gilt als eine der ältesten Behandlungsmethoden der Menschheit. Schon in der Bibel ist von Wunderheilungen die Rede.

Beim Handauflegen spüren Klienten oft eine Wärme an der Stelle, über die der Heiler seine Hände hält oder sie auflegt. Für Heiler ist das ein Indiz dafür, dass sich in der Energie des Körpers etwas verändert und die Heilung in Gang kommt. Es gibt jedoch auch Klienten, die nichts spüren und denen es dennoch anschließend besser geht. Und es gibt Klienten, bei denen können Heiler nicht helfen.

Für die Wirksamkeit des Handauflegens fehlen wissenschaftliche Belege. Die Heilungserfolge werden dem Placebo-Effekt zugeschrieben. Unter Placebo-Effekten versteht man positive psychische und körperliche Reaktionen, die rein auf die soziale Nähe und den dadurch entstehenden beruhigenden Effekt zurückzuführen sind.

Ungeachtet dessen geben die Berichte von Heilungen zu denken. Patienten sprechen oft davon, dass „sich in ihrem Körper etwas tut“.

Leider gibt es auf dem Gebiet der Heiler viel Scharlatanerie, so dass die Auswahl eines Heilers – genau wie bei anderen Berufen – sehr achtsam erfolgen muss. Wichtige Hinweise erhält man, indem man andere Patienten nach ihren Erfahrungen befragt.

In England ist das Handauflegen nichts Ungewöhnliches. Hier ist es sogar akzeptiert, dass Heiler und Heilpraktiker in die Krankenhäuser gehen und die Patienten mitbehandeln.

Laut Anne Höfler (geb. 1944) eine der bekanntesten Befürworterinnen des Handauflegens in Deutschland, Mitglied der britischen National Federation of Spiritual Healers und Autorin von „Leg‘ mir die Hand auf“, besitzt jeder die Fähigkeit, Zugang zu einer „höheren Kraft“ zu finden und dadurch sich und anderen Heilung zu ermöglichen.

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