Schöne Zähne sind ein Faktor für Attraktivität
Vor 13 Jahren entwickelte sich bei Ursula C.* eine Parodontitis, die ihr zunehmend Probleme machte: Mundgeruch, Zahnfleischbluten, extreme Heiß-/Kaltempfindlichkeit und wackelnde Zähne. Als sie zu einem anderen Zahnarzt wechselte, erkannte dieser sofort das Problem. Er überwies sie zu einer Spezialpraxis, damit eine gründliche Reinigung und Beseitigung der Bakterienherde erfolgte. Zurück bei ihrem neuen Zahnarzt lernte sie in einer Prophylaxe-Sitzung wie sie mit einer besonderen Zahnputztechnik vermeidet, wieder Parodontitis zu bekommen. Heute hat sie gesundes Zahnfleisch, nahezu keine Beschwerden und ist sich sicher, dass sie ihre Zähne noch etliche Jahre behalten wird.
Welche Beschwerden hatten Sie im Zahnbereich?
Ich hatte Zahnfleischrückgang und zwar seit 13 Jahren. Es trat bei meiner ersten Schwangerschaft auf. In den ersten drei Monaten musste ich mich oft übergeben. Kann sein, dass sich das ungünstig auf mein Mundmilieu ausgewirkt hat. Mein damaliger Zahnarzt hat mich stets vertröstet und gesagt, das mit dem Zahnfleischrückgang wäre nicht schlimm, sondern in meinem Alter normal. Ich war damals 30 Jahre. Leider glaubte ich ihm das und habe mir keine weiteren Gedanken gemacht. Als Patient denkt man, wenn der „Experte“ das sagt, wird es schon stimmen. Außerdem hatte ich extrem empfindliche Zähne: Wenn ich manchmal Trockenfrüchte gegessen habe, hätte ich in die Luft gehen können vor Schmerzen.
Es hätte längst
behandelt werden müssen
Wie kam es dazu, dass Sie sich näher mit diesen Problemen beschäftigt haben?
Vor vier Jahren bekam mein Mann den Zahnarzt Thilo Grauheding empfohlen. Wir sind beide zu ihm gefahren und haben unsere Zähne überprüfen lassen. Das war schon eine Strecke für uns: Die Praxis ist 25 km entfernt.
Was hat der neue Zahnarzt bei Ihnen festgestellt?
Es lag eine Parodontitis vor, das Zahnfleisch war sehr weit zurückgegangen, einige Zähne waren locker. Er hat ein Röntgenbild gemacht und empfohlen, dass ich unverzüglich einen Spezialisten aufsuche, damit diese umfangreiche Parodontitis professionell behandelt wird.
Was ist darunter zu verstehen? Was hat der Spezialist gemacht?
Zunächst einmal wurde ich genau untersucht. Man wunderte sich, dass mein erster Zahnarzt mich nicht darüber aufgeklärt hatte, dass ich eine Parodontitis habe. – Die Untersuchung hat ergeben, dass ich von vier möglichen Keimen, drei im Mund habe. Das alles hätte längst behandelt werden müssen. Mitunter hatte ich auch Zahnfleischbluten, was ebenfalls ein Indikator dafür sein kann, dass Parodontitis vorliegt.
„Ich rieche es heute,
ob Mundgeruch durch Bakterien
oder das Essen verursacht ist.“
Wie wurde die Parodontitis behandelt?
Das Zahnfleisch wurde aufgeschnitten, um an die Bakterienherde heranzukommen. Teilweise waren Vereiterungen da, was meinen Mundgeruch erklärt hat. Es wurde alles gereinigt. Mit der Zeit wurde das Zahnfleisch wieder straff und bekam eine gesunde Farbe. – Ich habe übrigens gelesen, dass viele Menschen Parodontitis haben und es gar nicht merken. Und ich muss sagen, dass ich es heute an dem Mundgeruch der Leute erkennen kann, ob der Geruch durch das Essen kommt oder durch Bakterien.
Wie ging es nach dieser Spezialbehandlung weiter?
Bei diesen Spezialisten ließ ich zusätzlich eine sogenannte professionelle Zahnreinigung aller Zähne durchführen. Also das war sehr gründlich. Da wurde unter die Zähne gegangen und überall sauber gemacht. Auch die Ränder, alles, was durch die letzten Jahre und die falsche Putztechnik in Mitleidenschaft gezogen war, wurde in Ordnung gebracht.
Und danach sind Sie wieder zu Ihrem neuen Zahnarzt gegangen?
Ja, bei einem der nächsten Termine wurde uns die Prophylaxe nahegebracht. Das heißt, wir lernten richtig mit der neuen SWAK-Zahnbürste umzugehen, die dafür sorgt, dass die Ränder der Zähne richtig gesäubert werden. Es wurde gemessen, welche Bürstchen für die Zahnzwischenräume jeder von uns benötigt und seither benutzen wir die auch konsequent.
Mit welchem Effekt?
Das Zahnfleisch sieht rosig aus, ist fest. Ich habe kein Zahnfleischbluten mehr, keine Heiß-/Kalt-Empfindlichkeit mehr – und keinen Mundgeruch! Manche Zahnhälse an den Seiten sieht man zwar noch, wenn ich lache. Doch ich habe meine Zähne noch! Meine Zähne sind gerettet worden.
Sie erwähnten zu Beginn unseres Gesprächs, dass sich Ihr Zahnmilieu wohlmöglich durch die erste Schwangerschaft und das viele Erbrechen so verschlechtert hat. Nun waren Sie gerade wieder schwanger. Wie ist es Ihnen dieses Mal ergangen?
Viel besser. Ich musste zwar auch erbrechen und zwar vier Monate lang. Ich war im Krankenhaus und musste operiert werden. Also mein Immunsystem war wieder sehr gefordert. Doch durch die verbesserte Zahnpflege, die uns unser neuer Zahnarzt nahegelegt hat, hatte ich dieses Mal keine Probleme mit den Zähnen und war scheinbar auch vitaler.
Hatten Sie damals Probleme mit den Zähnen gespürt nach Eintreten der Schwangerschaft?
Ja, ich spürte manchmal leichte Entzündungen. Ich hatte mitunter vier bis fünf Mal am Tag erbrochen und damit gehen viele Nährstoffe aus dem Körper und das führt zu höherer Entzündungsanfälligkeit.
Wie sorgen Sie jetzt dafür, dass Ihre Zähne gesund bleiben?
Weißen Zucker und Süßigkeiten esse ich grundsätzlich wenig. Dieses Prophylaxe-Konzept von unserem neuen Zahnarzt greift sehr gut, also die Zahnbürste und die kleinen Bürstchen zum Reinigen der Zahnzwischenräume, die man mit Zahnseide nie richtig sauber bekommt. Wichtig sind sicher auch die halbjährlichen Kontrollbesuche beim Zahnarzt, bei denen überprüft wird, ob noch alles in Ordnung ist.
„Ich kann jetzt selbst
dafür sorgen, dass ich
meine Zähne behalte.“
Könnte man es so beschreiben: Es wurde alles in Ordnung gebracht und mit der neuen Zahnputztechnik sorgen Sie jetzt dafür, dass es auch in Ordnung bleibt?
Ja! Es ist auch so: Sollten sich wieder Bakterien beginnen anzusiedeln, rieche ich das sofort. Dann gehe ich zu meinem Zahnarzt und er legt mir ein antibakteriell wirkendes, dünnes Plättchen in die Zahnfleischtasche. Das bleibt für eine Woche am Bakterienherd und dann ist die Ursache wieder behoben. Ich bin viel bewusster geworden und kann jetzt selbst darauf achten, dass ich meine Zähne möglichst lange behalte.
Was wäre geschehen, wenn Sie nicht zu Ihrem neuen Zahnarzt gegangen wären?
Dann hätte ich jetzt schon ein bis zwei Backenzähne verloren und sicherlich Implantate. Und natürlich hätte ich noch meinen Mundgeruch, den mein Mann übrigens als sehr störend empfunden hat. – Hinzu kommt, dass die Keime sich durch das Küssen übertragen können. Also ich hätte meinen Mann anstecken können.
Wurde das getestet, ob Ihr Mann die Keime ebenfalls hat?
Ja, doch er hatte sie nicht. Sogar unsere Tochter wurde getestet, weil man ja auch sagt, die Mutter soll den Schnuller des Kindes nicht in den Mund nehmen, doch man leckt ja mal am gleichen Löffel.
Ihre Tochter ist 13 Jahre. Haben Sie deren Zähne auch überprüfen lassen?
Ja, da haben wir auch eine gute Erfahrung gemacht mit der neuen Zahnarztpraxis. Der Arzt hat die Backenzähne versiegelt, so dass gar nicht erst Karies und Löcher entstehen können. Soweit ich weiß, macht ein normaler Zahnarzt so etwas nicht.
Fühlen Sie sich seit der Zahnsanierung auch körperlich vitaler?
Ich fühle mich jetzt durchaus besser. Und wenn ich die Zeit nach der zweiten Schwangerschaft anschaue, ging es mir da deutlich besser, als nach der ersten Schwangerschaft, weil die Zähne einfach vorher in Ordnung gebracht wurden.
Herzlichen Dank für das Gespräch und weiterhin alles Gute!
*Name ist der Redaktion bekannt.
(Stand: Juni 2011)
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Interview: Dagmar Heib
Anmerkung der Redaktion:
Auch wenn dieses Interview sehr beeindruckend ist, so bedeutet dies nicht, dass die erwähnte Behandlungsform das Nonplusultra für andere Betroffene darstellt. Wenn Sie betroffen sind, holen Sie sich bitte auf alle Fälle mehrere Meinungen von Ärzten und anderen Therapeuten ein. Bilden Sie sich ein eigenes Urteil!
Diese Internetseiten dienen dazu, Sie in Ihrer Urteilsfindung zu unterstützen. Es ist hilfreich auch über jene therapeutischen Möglichkeiten informiert zu sein, die im Allgemeinen nicht von den Krankenkassen empfohlen werden, doch sehr wirksam sein können.
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Dies ist die Kurzfassung eines längeren Gesprächs mit den Betroffenen. Was diese Menschen erlebt haben, ist nicht nur sehr schmerzvoll - auch in psychischer Hinsicht - sondern stellt unser Gesundheitssystem in Frage. Darüberhinaus machen diese Berichte deutlich, dass sich jeder selbst über mögliche Therapieformen informieren sollte. Und oft ist es nötig bzw. hilfreich über Rücklagen zu verfügen, um alternative Therapien vorfinanzieren oder selbst bezahlen zu können, falls die Kasse nicht zahlt..
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