Für sportliche Menschen ist es besonders schwer, wenn sie an Rheuma erkranken und sie sich vor Schmerz nicht bewegen können
Als die Grafikdesignerin Anja K. an Rheuma erkrankte, war sie erst Anfang 20. Starke Schmerzen in den Gelenken raubten ihr nachts den Schlaf. Anja erhoffte sich Besserung durch die Ärzte, doch die konnten weder eine Ursache für dieses plötzliche Auftreten der Krankheit ausmachen, noch war Beschwerdefreiheit auf Dauer erreichbar. Cortisongaben und Besuche in der Kältekammer brachten nur kurzzeitige Erfolge. Und das Schlimmste: Die Ärzte empfahlen Anja ihren Kinderwunsch an den Nagel zu hängen. Zu ihrer eigenen Überraschung konnte ein Heilpraktiker sie fast völlig heilen.
Frau K., Sie hatten vor 14 Jahren Rheuma. Wie machten sich Ihre Beschwerden bemerkbar?
Ich konnte keine Treppen mehr steigen, nur unter sehr starken Schmerzen. Jeder Handgriff tat mir weh. Die Schmerzen waren in den Fingerknöcheln, in den Schultergelenken, in der Hüfte und den Kniegelenken.
Sie bekamen Cortison. Ging es Ihnen damit besser?
Es wirkte zwar schnell, doch nur für kurze Zeit. Die Schmerzen kamen recht bald in gleicher Intensität wieder. Cortison war für mich also keine Lösung.
„Ich wäre nie von selbst
zu einem Heiler gegangen.“
Wie sahen die weiteren Therapieempfehlungen aus?
Ganz am Anfang empfahl man mir zur Beruhigung Meditationskassetten zu hören. Doch das hat überhaupt nichts gebracht. Und einmal war ich zwei Wochen in einer Klinik. Dort gehörte es zur Therapie jeden Morgen in die Kältekammer zu gehen, um die Schmerzen zu lindern. Auch dies war nur ein sehr kurzfristiger Erfolg.
Hat Sie irgendjemand darauf hingewiesen, dass Sie Ihre Ernährung umstellen müssen?
Ich hatte mich gar nicht so falsch ernährt; habe keinen Kaffee getrunken, sehr wenig Fleisch und Milchprodukte gegessen, sondern viel Obst und Gemüse.
Wie kam es dazu, dass die Ärzte Ihnen empfahlen, Sie sollten besser keine Kinder bekommen?
Da das Cortison nicht half, wollten sie mir ein Antirheumatikum geben. Die Nebenwirkungen sind sehr stark und bei dem Medikament hätte ich wirklich nicht schwanger werden dürfen, das hätte Schädigungen fürs Kind bedeutet. Diese Aussicht keine Kinder bekommen zu dürfen, war für mich, meinen Mann und meine Eltern keine gute Nachricht. Wir als Paar hatten einen großen Kinderwunsch und meine Eltern wollten natürlich Enkel.
Circa ein Jahr später suchten Sie einen Heilpraktiker auf?
Ja, das war 1996. Meine Eltern waren überzeugt, dass Herr Drevermann seriös ist. Er hatte nichts gegen die Schulmedizin, sondern fand vielmehr, dass Schulmediziner und Heilpraktiker zusammenarbeiten sollten. Ich wäre nie von selbst zu einem „Heiler“ gegangen, weil ich davon nichts hielt.
Was geschah bei dem Besuch?
Herr Drevermann fragte mich nach meinem Befinden und bot mir an, dass er mir die Hände auflegen könnte und wir schauen mal, was passiert. Nur so als Versuch. Das habe ich dann gemacht.
Hatten Sie den Eindruck, dass diese Behandlung etwas bewirkt hat?
Zu meinem Erstaunen ging es mir besser. Ich bin dann noch weitere Male zu ihm gegangen, circa fünf Behandlungen waren das, manchmal zwei Mal die Woche. Der Behandlungszeitraum an sich war also gar nicht so lang.
Nach sechs Behandlungen
fast beschwerdefrei
Wie ging es Ihnen nach dem letzten Besuch?
Also, das Rheuma war nicht ganz weg. Doch ich war weitgehend schmerzfrei, bis auf die Schultern, da merkte ich manchmal noch etwas. Allerdings war es nach seiner Behandlung wirklich bedeutend besser, ein enormer Unterschied zu vorher. Ich konnte sogar wieder Judo betreiben und Kinder darin unterrichten. Das war lange Zeit nicht möglich. Auch Tanzen war möglich und vor allem konnte ich meine Arbeit in der Spedition wieder aufnehmen.
Ist das Rheuma irgendwann wiedergekommen?
Ein bisschen immer dann, wenn ich meine Kinder gestillt habe. Und auch während der Schwangerschaft. Das bestätigt übrigens meine Theorie, dass mein Rheuma etwas mit den Hormonen zu tun haben muss und der Einnahme der Pille, denn kurz darauf setzte das ein. – Wobei die Beschwerden nie mehr so schlimm waren, wie vor der Behandlung bei dem Heiler. Also, er muss irgendetwas in die richtige Bahn gelenkt haben.
„Der Heiler muss irgendetwas
in die richtige Bahn gelenkt haben.“
Was haben die Ärzte gesagt, als es Ihnen nach den Behandlungen bei dem Heiler viel besser ging?
Ich bin danach gar nicht mehr zu den Ärzten gegangen, die sagten ohnehin nur: „Ja, das kommt und geht mal.“ Ich fühlte mich von denen nicht ernst genommen.
Wie reagierten Ihr Mann und Ihre Eltern auf den Therapieerfolg?
Wir waren alle glücklich darüber. Es war ja schon eine enorme Einschränkung: Ich habe nachts vor lauter Schmerzen oft wach gelegen. Daran erinnere ich mich gar nicht gerne zurück. Es war schrecklich. Und dann diese mögliche Kinderlosigkeit. Ich bin froh, dass ich meinen Traum von einer großen Familie verwirklichen konnte.
Wie denken Sie heute über Heiler?
Ich finde es naiv nur auf einen Heiler zu hoffen. Ich würde mir immer mehrere Meinungen einholen und natürlich auch zum Arzt gehen. Doch in meinem Fall konnten die ja wirklich nichts für mich tun. Durch meine Eltern bin ich so erzogen worden, dass man immer selbst schauen muss, was man tun kann. Man sollte sich nie nur auf andere verlassen, man muss Eigenverantwortung übernehmen und Initiative an den Tag legen.
*Name von der Redaktion geändert.
(Stand: November 2009)
Informationen über den Heiler finden Sie unter
Interview: Dagmar Heib
Anmerkung der Redaktion:
Auch wenn dieses Interview sehr beeindruckend ist, so bedeutet dies nicht, dass die erwähnte Behandlungsform das Nonplusultra für andere Betroffene darstellt. Wenn Sie betroffen sind, holen Sie sich bitte auf alle Fälle mehrere Meinungen von Ärzten und anderen Therapeuten ein. Bilden Sie sich ein eigenes Urteil!
Diese Internetseiten dienen dazu, Sie in Ihrer Urteilsfindung zu unterstützen. Es ist hilfreich auch über jene therapeutischen Möglichkeiten informiert zu sein, die im Allgemeinen nicht von den Krankenkassen empfohlen werden, doch sehr wirksam sein können.
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